Ein besonderer Ort, ein geschützter Raum, in dem sich eine kleine Gruppe unterschiedlicher Menschen mindestens ein Jahr lang einmal pro Woche trifft, um neunzig Minuten frei und unbewertet zu malen, gemeinsam, und doch ganz bei und für sich.

„Man stelle sich vor, wie beglückend das Spiel für das Kind ist. Es ist auf keine Begutachtung angewiesen, fühlt sich wie ein unermüdlicher Schöpfer.“

Die Malenden werden von einer trainierten dienenden Person umsichtig betreut, die um die Kostbarkeit der Spur und der Formulation weiß, nicht störend, sondern helfend und unterstützend präsent ist.

„Das tue ich seit fünfzig Jahren, und ich möchte es noch lange tun. Ich, der nie gewordene Kunstschaffende, weiß, dass das Dienen im Malort eine unermessliche Kunst ist.“

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Hier erwacht etwas Einzigartiges, das in jedem von uns – manchmal tief verborgen – ruht: DIE SPUR der FORMULATION, ein spontanes, zweckfreies ausfließen lassen aufgesparter unaussprechlicher Erinnerungen. Der MALORT bietet großen und kleinen Malenden optimale Bedingungen, sich auf diese einzigartige Reise zu sich und seinem Ursprung zu begeben.

„Was das Kind äußert, gehört einem Universalgefüge an. Niemand sollte die Spur des Kindes gering schätzen. Niemand sollte sie verherrlichen. Sie ist weder Geschmiere noch ein bewundernswertes Kunstwerk.“

Die entstandenen Dokumente verbleiben im Malort, werden geordnet und sorgfältig aufbewahrt. Sie sollen von eigener und fremder Betrachtung und Bewertung verschont bleiben, können jedoch auf Wunsch vom Malenden-  auch Jahre später – angesehen werden.